Burnout Symptome – wenn körperlich und psychisch alles zu viel wird

Das Burnout-Syndrom ist relativ komplex und kann sich in vielerlei Symptome zeigen, die man auf den ersten Blick nicht klassisch dem „ausgebrannt sein“ zuordnen würde. Im folgenden Artikel beschäftigen wir uns mit den offensichtlichen und den weniger offensichtlichen Symptomen körperlicher und psychischer Natur.

Die gängigsten Burnout-Symptome auf einen Blick:

  • Antriebslosigkeit
  • andauernde Müdigkeit
  • Gefühl, zu versagen
  • chronische schlechte Laune
  • Stimmungsschwankungen
  • Erschöpfungszustände
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schwindel und Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • häufige Infekte
  • Tinnitus
  • Verspannungen

Wie kommt es zum Burnout?

Äußere Faktoren

Ein Burnout ist zum einen die Folge einer permanenten Überlastung, häufig im Beruf, aber auch im familiären Umfeld. Stress, schlechtes Arbeitsklima, Probleme mit dem Vorgesetzten, hoher Leistungsdruck und eine mangelnde Trennung zwischen Beruflichem und Privatem werden häufig als ausweglose Situationen empfunden und lösen dadurch noch mehr Stress und schließlich das Gefühl der Resignation aus. Doch auch im privaten Bereich finden sich permanente Stressfaktoren, beispielsweise Eheprobleme, eine Scheidung im unmittelbaren Umfeld oder der Verlust eines geliebten Menschen. Diese Einflussfaktoren, beruflich wie privat, bilden einen dauerhaften Druck auf die Betroffenen. Daraus wird auch deutlich, warum Burnout nicht nur Führungskräfte betrifft – manchmal wird sogar von einer „Manager-Krankheit“ gesprochen –, sondern dass im Prinzip jeder Menschen den auslösenden Einflussfaktoren ausgesetzt sein kann. Dennoch ist es richtig, dass Führungskräfte und Menschen in sehr fordernden Berufen tendenziell häufiger davon betroffen sind.

Innere Faktoren – persönliche Disposition

Die Einflussfaktoren alleine führen jedoch nicht zum Burnout, schließlich sind sehr viele Menschen aus unterschiedlichsten Schichten, Berufs – und Altersgruppen ihnen ausgesetzt. Damit es zu einem Burnout kommt, muss auch eine persönliche Disposition vorhanden sein. Diese findet sich meist in dem Willen, den Anforderungen gerecht zu werden, andererseits aber nicht über die Ressourcen zu verfügen, um dies auch umzusetzen. Betroffene sind häufig sehr ehrgeizig, teils auch perfektionistisch und „leben für ihren Job“. Sie sagen ungern „Nein“ und sind getrieben von einer Angst, abgelehnt oder nicht mehr gefragt zu werden. Daher sind sie häufig darauf fixiert, anderen zu gefallen und den Anforderungen gerecht zu werden, selbst wenn diese zu hoch für sie sind. Sie fühlen sich alleingelassen und häufig auch unfair behandelt, sind aber nicht fähig, dem Teufelskreis aus zu hoher Anforderung bei mangelnden zeitlichen und persönlichen Ressourcen zu entkommen.

Das Zusammenspiel der eigenen Disposition und der äußeren Einflussfaktoren führt letztendlich zu dem Zustand, den man Burnout nennt. Bei jedem Betroffenen sind die Faktoren anders gewichtet, weswegen es keine einheitliche Einteilung geben kann.

Unsichtbare Faktoren

Zudem sind die wohl wichtigsten zum Burnout führenden Faktoren verborgen – auch den Betroffenen selbst. Das Unterbewusstsein steuert bekanntlich unsere Entscheidungen und Handlungen mit Abstand stärker als unsere Willenskraft. Bereits in der Kindheit werden wir geprägt, unser Unterbewusstsein wird konditioniert. Verletzungen, unterbewusste Glaubenssätze sind Weichensteller für Motivation und Vermeidungsstrategien. Eine Aufarbeitung und Neuprogrammierung des Unterbewusstseins gehört zu den wirkungsvollsten Möglichkeiten, unser Leben zu verändern. Wenn Sie sich fragen, wie ein solcher Neustart im Kopf und ein Leben im Flow möglich sein kann, finden Sie hier weitere Informationen. [Seminare: Neuprogrammierung des Unterbewusstseins]

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Burnout Symptome ausführlich erklärt

Körperlich und emotional

Die Symptome des Burnout-Syndroms sind vielfältig und können individuell von Mensch zu Mensch variieren. Als grundlegend gelten die Symptome auf emotionaler Ebene. Mehr noch als eine anhaltende körperliche Müdigkeit und Erschöpfung, jedoch auch verminderte emotionale Belastbarkeit, Gereiztheit und Stimmungsschwankungen der Betroffenen.

Beschwerden im Alltag

Die Arbeit wird immer mehr zu einer Last; der Wille, sie zu tun, nimmt ab; man hat das Gefühl, als müsste man einfach „funktionieren“, ist jedoch nicht mehr glücklich im Beruf. Dennoch schaffen es Betroffene meist nicht, sich in ihrer Freizeit von der Arbeit zu erholen. Häufig nehmen sie Arbeit mit nach Hause oder die Freizeit genügt ihnen nicht mehr zur Erholung von ihrer Arbeit. Der Wunsch nach mehr Pausen kommt auf, diese bringen jedoch nicht den gewünschten erholsamen Effekt.

Negativspirale

Die Reizbarkeit nimmt enorm zu, der Betroffene wird von seinen Mitmenschen als nörgelnd wahrgenommen und wird zunehmend frustrierter. Häufig gipfelt diese Unzufriedenheit mit einer Veränderung der eigenen Wahrnehmung und das Empfinden der inneren Leere in dem Wunsch, der Realität zu entfliehen, teilweise auch in Suizidgedanken.

Verlust von sozialen Kontakten

Der Umgang mit den Mitmenschen wird schwieriger, da der Betroffene sich zunehmend von ihnen entfernt, sei es durch eine zynische Einstellung oder durch eine zunehmende Gleichgültigkeit in der Beziehung zu ihnen, um sich emotional zu verschließen. Die Betroffenen fehlen öfter am Arbeitsplatz, weil sie dem allgemeinen Druck nicht mehr standhalten können und flüchten sich in Realitätsflucht, beispielsweise vor dem Fernseher oder auch durch Drogen. Der daraus resultierende Druck verstärkt die eigene Problemsituation nochmals, häufig gehen damit auch Beziehungsprobleme mit dem eigenen Partner einher. Ein Symptom führt also auf der emotionalen Ebene häufig zum nächsten.

Körperliche Ebene

Auf der körperlichen Ebene kann es ebenso zu Burnout-Symptomen kommen, die allerdings als psychosomatisch zu betrachten sind. Unter anderem können Schlafstörungen, Müdigkeit, Alpträume, Kopfschmerzen und Verspannungen auftreten, jedoch auch Folgen, die nicht direkt mit dem Burnout in Verbindung gebracht werden können, zum Beispiel Tinnitus, ImmunschwächeMagen-Darm-Probleme, Probleme mit der Libido oder erhöhter Blutdruck. Manche Erkrankungen treten oft im Zusammenspiel mit dem Burnout-Syndrom auf, dazu zählen unter anderem Grippe-Erkrankungen und Erkältungen.

Kognitive Ebene

Auf kognitiver Ebene lassen sich Konzentrationsprobleme, verminderte Leistungsfähigkeit, Gedächtnisprobleme und mangelnde Entscheidungsfähigkeit beobachten, ebenso wie ein Gefühl der permanenten Überforderung.

Hormonelle Ebene

Zwar sind hormonelle Störungen für den Betroffenen selbst nicht so einfach zuzuordnen wie etwa Magen-Darm-Probleme, doch sind die Burnout-Anzeichen auf hormoneller Ebene keineswegs außer Acht zu lassen. Will man das Problem an der Wurzel packen, sollte man hier ansetzen, um psychische und organische Beschwerden schneller in den Griff zu bekommen.

So spielen beim Burnout beispielsweise Cortisol und Noradrenalin eine große Rolle, zusätzlich ist meist die Bildung von Melatonin beeinträchtigt, was wiederum einen Serotoninmangel zur Folge haben kann.

Ob eine hormonelle Dysbalance vorliegt, können Betroffene entweder beim Hausarzt prüfen lassen oder mittels Hormonspeicheltest zu Hause herausfinden.

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