Progesteron & Progesteronmangel

Progesteron steuert – wie alle Hormone – wichtige Funktionen im Körper. Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, ist wichtig für Stimmung, Schlafqualität, Hirnleistung und Fruchtbarkeit. Oft kommt es schon im jungen Erwachsenenalter zu einem Ungleichgewicht im Progesteronspiegel, das sich unentdeckt und unbehandelt über Jahre Probleme bereiten kann. Erfahren Sie, welche 3 Maßnahmen bei Progesteronmangel helfen.

Progesteron und Östradiol stehen miteinander in Balance. Wenn das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Hormonen gestört ist, können Haarausfall, verändertes Hautbild und Hitzewallungen die Folge sein. In der Schwangerschaft stützt Progesteron Mutter und Embryo.

Mit einem Hormontest kann Progesteronmangel und auch Störungen in der Balance der Sexualhormone sicher bestimmt werden.

Was macht Progesteron im Körper?

Progesteron bereitet den weiblichen Organismus auf die Schwangerschaft vor. Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel an, um die Schleimhaut auf eine mögliche Einnistung der Eizelle vorzubereiten.

Nach der Befruchtung der Eizelle bleiben Östrogen und Progesteron hoch und sorgen dafür, dass die Eizelle unter sicherem hormonellen Schutz im Bauch der Mutter entwickeln kann.

Anders ist es, wenn keine Eizelle befruchtet wurde. Dann sinkt Progesteron am Zyklusende ab und bewirkt die Abstoßung der nicht mehr benötigten Gebärmutterschleimhaut.

Wie wird Progesteron reguliert?

Die Regulierung des Hormonhaushaltes wird im Gehirn durch Hypothalamus und Hypophyse gesteuert. Vor allem der Hypothalamus ist eine übergeordnete Haupt-Schaltzentrale zwischen Hormon und Nervensystem. Störungen können durch Schwermetall- und chronische Virusbelastungen ausgelöst werden.

Wie entsteht ein Progesteronmangel

Niedrige Progesteron-Werte treten bei Frauen bereits ab einem Alter von 30 Jahren auf. Auch in der Menopause sowie bei Männern und Kindern wirkt sich Progesteronmangel ungünstig aus.

Eine häufige Ursache für Progesteronmangel ist die „Weichenstellung“ der Hormonproduktion zugunsten der Stresshormone. Dies wird auch „Steal-Phänomen“ genannt wie Stehlen. Steht der Mensch unter starken dauerhaften über Beanspruchungen, entscheiden unsere genetischen Programme im Überlebenskampf für die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit. Folglich werden die Hormonvorstufen in Richtung Stressbewältigung bevorzugt weiterverarbeitet, es bleibt nicht mehr ausreichend Ressourcen übrig für Hormone, die Sexualität, Schönheit und Wohlbefinden regulieren.

Nicht nur äußerer Stress, sondern auch innere Störungen der Körperfunktionen können einen Progesteronmangel bewirken. Dazu Stoffwechselstress durch den Verdauungsapparat, Immunsystem und toxinbedingte Entzündungen im Stoffwechsel und Schwächung der Zellvitalität, auch Mitochondriopathie genannt.

Eine häufige und oft unerkannte Störung ist ein vermehrter Verlust von Vitamin B6 durch Ausscheidung über den Urin im Rahmen einer Kryptopyrrolurie. Vitamin B6 ist aber für die Bildung weiblicher Sexualhormone und die Regulierung von Progesteron und Östrogen wichtig.

Mögliche Ursachen für Progesteronmangel und Östrogendominanz

  • Chronischer Stress
  • Vitaminmangel
  • Verdauungsstörungen
  • Starkes Übergewicht
  • Insulinresistenz
  • Schwermetalle
  • Chronische Viren (s. Pfeiffersches Drüsenfieber)

Symptome

Die Symptome von Progesteronmangel sind vielfältig und betreffen, entgegen der geläufigen Meinung, nicht nur Frauen. Zwar steht Progesteron (oft in Verbindung mit Östrogen) bei Frauen häufiger in Bezug zu einem hormonellen Ungleichgewicht, doch sollten auch Männer sich bewusst sein, dass die Progesteron Konzentration die Wurzel ihrer Symptome sein kann.

Die folgenden Beschwerden können charakteristisch für einen Progesteronmangel stehen:

  • Schlafstörungen,
  • Schwitzneigung,
  • Hitzewallungen,
  • geringe Vitalität,
  • emotionale Unausgeglichenheit,
  • psychische Störungen
  • Herzrhythmusstörungen,
  • Blasenprobleme

Bei Frauen treten zusätzlich vermehrt folgende Symptome auf:

  • Fehlgeburten,
  • heftige und verlängerte Regelblutungen,
  • Brustspannen,
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS),
  • Zyklusstörungen
  • Zysten (meist gutartige Flüssigkeitskammern) in der Brust und in den Eierstöcken,
  • Myome (gutartige Knoten) in der Gebärmutter
  • Gutartige und bösartige Wucherungen der Gebärmutter und Eierstöcke

Progesteron-Mangel erkennen mit dem Online-Selbsttest

Erkennen Sie sich mehreren Symptomen wieder, ist Ihr hormonelles Gleichgewicht vielleicht außer Kontrolle geraten? Mit unserem gratis Online-Test können Sie selbst herausfinden, ob Sie eventuell an einem Progesteronmangel leiden.


Diagnose und Behandlung

Ein Progesteronmangel kann entweder per Bluttest beim Gynäkologen oder via Speicheltest bequem zu Hause getestet werden. Wichtig hierbei ist, dass vor dem Test für einige Monate auf hormonelle Verhütungsmittel verzichtet wird – diese verfälschen das Testergebnis, da sie in den körpereigenen Hormonhaushalt eingreifen und diesen beeinflussen.

Behandeln lässt sich ein Progesteronmangel auf verschiedene Arten: Klassisch schulmedizinisch mit synthetischen Hormonpräparaten (ähnlich der Pille oder einer klassischen Hormonersatztherapie in den Wechseljahren), oder aber mit natürlichen Hormonen. Diese werden meist pflanzlich aus Yams-Wurzeln gewonnen.

Die drei wichtigsten Maßnahmen

Progesteron kann im Körper wieder ausreichend produziert werden, wenn Sie sowohl krank machende als auch aufbauende Faktoren in den Griff bekommen.

  1. Weglassen was krank macht oder den Körper schwächt
    Dies ist der wichtigste Schritt. Aufbauen und Ergänzen nutzt wenig, solange krank machende Faktoren am Wirken sind. Reduzieren Sie Stress auf allen Ebenen. Denn Progesteronmangel wird vor allem durch Stress ausgelöst. Jede Zelle reagiert auf Stress. Hierzu zählen Entzündungen, angesammelte Toxine und Verdauungsprobleme. Wenn die Ursache bekannt ist, können die entsprechenden Problembereiche besser an der Wurzel angepackt werden.
  2. Ergänzen und Aufbauen als Basis für Zellenergie
    Wirken Sie einer Mangelversorgung entgegen. Einem Mangel an Vitalstoffen können Sie durch eine Ernährungsumstellung und Supplemente begegnen. Bei Progesteronmangel können beispielsweise Vitamin B6, C, E, D3, Selen und Magnesium fehlen.
    Langfristiges Ziel sollte es sein, den Körper so zu stärken, dass er selber ausreichend Hormone bilden kann. Oft ist es darüber hinaus erforderlich, natürliche Hormone auf dem Weg zur Gesundheit zu ergänzen.
  3. Erneuern und gute nachhaltige Lebensstrukturen einrichten
    Stabilisieren Sie Ihren Körper und Ihr Hormonsystem langfristig, indem Sie Ihr Leben ordnen und neue aufbauende Strukturen schaffen. Entdecken Sie für sich die passenden Lifestyle-Maßnahmen: Starten Sie zum Beispiel mit Dehn- und Atemübungen in den Tag oder schenken Sie sich Zeit für tägliche Bewegung an der frischen Luft, Sie werden innerlich wachsen durch Selbstreflexion am Abend, indem Sie achtsam Erkenntnisse und Wissen über das Leben sammeln.

In unseren Workshops geht es genau um diese Schritte. Was hilft mir tatsächlich? Was bringt mich voran? Während dem gemeinsamen Handeln entsteht die Kraft, das Wissen in die Tat umzusetzen. Hier wird auch die Motivation in Kraft gesetzt, die so wichtig ist bis zum Erfolg durchzuhalten.

Natürliche Hormone bei Progesteronmangel

Zur Behandlung von Progesteronmangel stehen sogenannte „natürliche Hormonpräparate“ auf Yams-Wurzel-Basis hoch im Kurs. Der aus der Yams-Wurzel gewonnene Stoff Diosgenin kann in wenigen Syntheseschritten dem körpereigenen Progesteron exakt baugleich angeglichen werden. Während Diosgenin ein körperfremder, aber natürlicher Stoff ist, kann der menschliche Organismus das synthetisch gewonnene, aber exakt baugleiche und deshalb natürliche Progesteron sofort einsetzen, genauso wie das im eigenen Körper synthetisierte Progesteron.

Natürliche Hormone übernehmen im Körper eine Vielzahl von Funktionen, die künstliche Hormone gar nicht übernehmen können. Synthetische Hormone, wie sie in klassischen Arzneimitteln vorkommen, sind, anders als die Werbung behauptet, nicht mit natürlichen Hormonen gleichzusetzen, da sie alle Nebenwirkungen haben. Leider gibt es eine große Begriffsverwirrung, weil in der Pharmakologie auch die künstlichen, körperfremden Substanzen als Hormone bezeichnet werden.

Wirken natürliche Hormone überhaupt?

Bei einer Behandlung mit Yamswurzelpräparaten sind im Verlauf nicht selten deutliche überhöhte Progesteronwerte im Salivatest gemessen worden. Es empfiehlt sich deshalb auch bei frei erhältlichen „Naturprodukten“ im Verlauf einen Saliva-Hormontest (Speicheltest) durchzuführen, um auf Dauer Überdosierungen und gesundheitliche Schäden zu verhindern.

Darüber hinaus schreibt man den Yamswurzel-Präparaten einige gesundheitliche Vorteile zu, zum Beispiel:

  • Ist ein natürliches Antidepressivum und wirkt psychisch ausgleichend und stabilisierend
  • Normalisiert die Blutgerinnung und reduziert die Gefahr von Schlaganfall und Embolien
  • Steigert die Schilddrüsenfunktion, da es die Hormonverwertung verbessert
  • Wirkt ausschwemmend und reguliert so Ödeme und hohen Blutdruck
  • Wirkt Gefäßwand stärkend und verbessert auch Venenbeschwerden
  • Schützt vor Herzerkrankungen
  • Verbessert die Konzentration und die Gedächtnisleistung
  • Verbessert den Schlaf und die Schlafqualität
  • Wirkt Knochen aufbauend und bessert so Osteoporose
  • Hat im Gegensatz zu künstlichen Hormonen keine unerwünschten Wirkungen und Kontraindikationen

Speziell bei Frauen:

  • Wirkt bei Mastodynie (Brustspannen), Zysten in der Brust und in den Ovarien und gegen Myome in der Gebärmutter
  • Lindert die Beschwerden der Wechseljahre
  • Schützt vor Brustkrebs und Gebärmutterkrebs
  • Wirkt bei Beschwerden vor der Regel (Prämenstruelles Syndrom oder PMS)

Speziell bei Männern:

  • Es schützt vor Proststakrebs
  • Hilft bei Schlafapnoe

Fazit

Progesteronmangel kann verschiedene Ursachen haben. Checken Sie diese Faktoren und versuchen Sie, den Körper von Stress zu entlasten und gezielt aufzubauen. Das heißt: ernähren Sie sich vollwertig, passend zu Ihrem Stoffwechsel und setzen Sie gegebenenfalls Supplemente und natürliche Hormontherapie ein. Nehmen Sie Rücksicht auf die Symptome Ihres Körpers und ändern Sie Ihre Gewohnheiten so, dass Ihr Leben kraftvoller und leichter gelingt.

Weiterführende Artikel zum Thema

Schreiben Sie einen Kommentar